Resident Evil: Neuer Trailer entfesselt das Grauen in Raccoon City

Neuer „Resident Evil“-Trailer entfesselt das Chaos: Raccoon City wird erneut zur Todesfalle

Ein gewöhnlicher Auftrag, eine dunkle Winternacht und eine Stadt, die langsam von innen heraus verfault: Der neue Trailer zu „Resident Evil“ zeigt, dass Regisseur Zach Cregger bei seiner Neuinterpretation der berühmten Horrorreihe offenbar weder beim Blut noch beim Wahnsinn sparen möchte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Bryan, gespielt von Austin Abrams. Der junge Medizinkurier soll eigentlich nur eine Lieferung zu einem abgelegenen Krankenhaus bringen. Eine Aufgabe, die vermutlich nicht einmal einen Eintrag im Überlebenshandbuch verdient hätte – wäre die Umgebung nicht gerade dabei, sich in ein verschneites Schlachtfeld voller Infizierter und grotesker Mutationen zu verwandeln.

Der neue Trailer verspricht eine lange Nacht des Grauens

Der neue Trailer macht deutlich, dass Bryan nicht als schwer bewaffneter Elitekämpfer in die Katastrophe stolpert. Er ist ein gewöhnlicher Mensch, der weder für einen Virusausbruch noch für wütende Kreaturen aus den Laboren der Umbrella Corporation ausgebildet wurde.

Und genau das könnte die große Stärke des Films werden.

Statt eines nahezu unverwundbaren Actionhelden erleben wir einen Mann, der vor Monstern davonläuft, improvisieren muss und vermutlich selbst nicht genau weiß, wie er die nächsten fünf Minuten überleben soll. Zwischen zugeschneiten Straßen, dunklen Krankenhausgängen und den Überresten misslungener Experimente entwickelt sich seine Lieferung schnell zu einer Reise durch die Hölle.

Dabei deutet der Trailer bereits einige ausgesprochen bizarre Kreaturen an. Neben klassischen Infizierten soll der Film unter anderem riesige menschenähnliche Mutationen und Zombies zeigen, die aus äußerst ungewöhnlichen Richtungen angreifen. Offenbar gilt in Raccoon City inzwischen selbst der Himmel nicht mehr als sichere Zone.

Keine direkte Verfilmung von „Resident Evil 2“

Obwohl die Handlung während der Ereignisse rund um „Resident Evil 2“ angesiedelt sein soll, erzählt der Film eine eigenständige Geschichte mit neuen Figuren. Bekannte Charaktere wie Leon S. Kennedy oder Claire Redfield stehen daher offenbar nicht im Mittelpunkt.

Regisseur Zach Cregger stellte bereits klar, dass sein Film keine originalgetreue Eins-zu-eins-Adaption des Videospiels wird. Die Geschichte spielt im Jahr 2026 und verlegt einen großen Teil des Grauens in eine verschneite Umgebung. Damit nimmt sich die Neuverfilmung bewusst einige Freiheiten – ein Punkt, der unter Fans bereits für Diskussionen sorgt.

Cregger verspricht dennoch, die Atmosphäre und die Welt der Spiele ernst zu nehmen. Statt bekannte Handlungspunkte einfach nachzustellen, möchte er eine neue Geschichte erzählen, die sich wie ein bisher unbekanntes Kapitel aus dem „Resident Evil“-Universum anfühlt.

Der Regisseur hinter „Barbarian“ und „Weapons“

Für die Neuverfilmung sitzt mit Zach Cregger ein Regisseur auf dem Stuhl, der sich mit „Barbarian“ und „Weapons“ bereits einen Namen im modernen Horrorkino gemacht hat. Gemeinsam mit Shay Hatten schrieb er auch das Drehbuch.

Nach eigener Aussage erhielt Cregger bei der Produktion weitreichende kreative Freiheit und durfte sogar den finalen Schnitt des Films bestimmen. Der Regisseur deutete außerdem an, dass einige Bilder des Films besonders verstörend und seltsam ausfallen sollen. Studioeingriffe oder größere kreative Einschränkungen habe es demnach nicht gegeben.

Das könnte bedeuten, dass uns dieses Mal kein glattgebügelter Franchise-Neustart erwartet, sondern ein deutlich eigenwilligerer Horrorfilm. Einer, der weniger danach fragt, welche Kreatur sich gut als Actionfigur verkaufen lässt – und mehr danach, welches Monster uns nachts noch im Kopf herumkriecht.

Die Besetzung von „Resident Evil“

Neben Austin Abrams als Bryan gehören auch Zach Cherry, Kali Reis und Paul Walter Hauser zur Besetzung. Die offizielle Filmseite bestätigt Cregger als Regisseur sowie Columbia Pictures, Constantin Film und TriStar Pictures als beteiligte Produktionsunternehmen.

Zach Cherry, bekannt aus „Severance“, soll einen Wissenschaftler spielen. Kali Reis verkörpert eine Figur mit militärischer Vergangenheit, während Paul Walter Hauser ebenfalls als Mitarbeiter oder Wissenschaftler im Umfeld von Umbrella auftauchen soll.

Diese Personalaufstellung lässt vermuten, dass hinter dem offensichtlichen Überlebenskampf noch deutlich mehr steckt. Schließlich passiert bei Umbrella nur selten etwas versehentlich. Meistens gibt es Akten, Verantwortliche – und anschließend sehr viele Menschen, die plötzlich versuchen, diese Akten verschwinden zu lassen.

Wann startet „Resident Evil“ im Kino?

In Deutschland soll „Resident Evil“ am 17. September 2026 in den Kinos starten. Der internationale Kinostart folgt am 18. September 2026. Der Film wurde außerdem für eine Veröffentlichung in IMAX produziert beziehungsweise beworben.

Ob Zach Cregger endlich die Spieleverfilmung liefert, auf die Fans seit Jahrzehnten warten, bleibt abzuwarten. Der neue Trailer vermittelt jedoch bereits einen vielversprechenden Eindruck: düster, blutig, seltsam und deutlich stärker am Survival-Horror orientiert als viele frühere Filme der Reihe.

Und falls Bryan seine Lieferung tatsächlich rechtzeitig im Krankenhaus abgeben kann, sollte er anschließend dringend über einen Berufswechsel nachdenken. In Raccoon City werden offenbar selbst Paketboten inzwischen mit Dingen konfrontiert, für die normalerweise ein Raketenwerfer zur Grundausstattung gehört.

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