Vom Auto zum Fahrrad: Beste Mobilität in der Apokalypse
Auto, Fahrrad oder zu Fuß? Erfahre, welches Fahrzeug in einer Zombie-Apokalypse sinnvoll ist – und warum Benzin nur eine kurzfristige Lösung bleibt.
Die richtige Fahrzeugwahl in der Apokalypse entscheidet über Leben und Tod
Wenn die Welt zusammenbricht, wird Mobilität schnell zur Überlebensfrage. Wer rechtzeitig fliehen, Vorräte beschaffen oder einen sicheren Unterschlupf erreichen will, braucht ein zuverlässiges Fortbewegungsmittel.
Doch nicht jedes Fahrzeug ist langfristig geeignet. Manche Optionen funktionieren nur in den ersten Tagen, andere sind wartungsintensiv oder machen so viel Lärm, dass sie unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wer vorbereitet ist, muss im Ernstfall nicht lange überlegen.
Das Auto – und alles mit Verbrennungsmotor
Des Deutschen liebstes Fortbewegungsmittel ist zu Beginn einer Zombie-Apokalypse vermutlich auch eines der nützlichsten. Fast jeder hat ein Auto vor der Tür stehen, es bietet Platz für mehrere Personen, schützt zumindest teilweise vor Regen, Kälte und Angriffen und erlaubt den Transport größerer Mengen an Ausrüstung oder Vorräten.
Für die ersten Tage oder Wochen kann ein Auto deshalb die beste Wahl sein. Besonders praktisch sind Kombis, Vans, Geländewagen oder Fahrzeuge mit viel Stauraum. Doch es gibt ein großes Problem: Treibstoff.
Benzin ist nicht unbegrenzt haltbar. Im Fahrzeugtank bleibt es meist etwa drei bis sechs Monate brauchbar. In einem dicht verschlossenen Kanister kann es unter guten Bedingungen ungefähr zwölf Monate halten. E10-Benzin ist weniger lagerfähig und sollte eher innerhalb von sechs Monaten verwendet werden.
Der Grund dafür sind flüchtige Bestandteile im Kraftstoff. Das ist auch der typische Geruch, den ihr beim Tanken wahrnehmt. Je mehr dieser Stoffe verdunsten, desto schlechter lässt sich das Benzin später entzünden.
Altes Benzin erkennt ihr oft an einem deutlich muffigen oder säuerlichen Geruch. Außerdem wird es dunkler und kann trüb wirken. Ein Keller voller Benzinkanister ist deshalb keine besonders gute Langzeitstrategie – und zusätzlich gefährlich.
Auch die Technik kann zum Problem werden. Ein modernes Auto ist kompliziert, viele Reparaturen lassen sich ohne Werkzeug, Ersatzteile und Fachwissen kaum durchführen. Dazu kommt der Lärm: Ein Verbrennungsmotor ist weithin hörbar und könnte Zombies oder andere Überlebende auf euch aufmerksam machen.
Trotzdem gilt: Solange Treibstoff vorhanden ist, bleibt das Auto eine sehr gute Möglichkeit für Flucht, Transporte und längere Strecken.
Das Fahrrad – leise, zuverlässig und unabhängig
Irgendwo im Keller, in der Garage oder im Schuppen steht bei vielen Menschen noch ein Fahrrad. Vielleicht verstaubt, vielleicht mit plattem Reifen – aber in einer Apokalypse könnte genau dieses Fahrrad plötzlich unbezahlbar werden.
Sobald Benzin knapp wird, spielt der Drahtesel seine größten Stärken aus: Er braucht keinen Treibstoff, ist leise, relativ einfach zu reparieren und bringt euch fast überall hin. Gerade nach den ersten Monaten wird das Fahrrad vermutlich zu einer der wichtigsten Fortbewegungsmöglichkeiten.
Natürlich hat es auch Nachteile. Ein normales Fahrrad bietet nur Platz für eine Person, und schwere Lasten lassen sich nur begrenzt transportieren. Mit Gepäckträger, Fahrradtaschen, Anhänger oder Lastenrad lässt sich dieses Problem jedoch zumindest teilweise lösen.
Im Vergleich zum Auto ist ein Fahrrad kaum hörbar. Ihr könnt euch damit deutlich unauffälliger bewegen und zieht weniger Aufmerksamkeit auf euch. Die Technik ist außerdem überschaubar: Reifen flicken, Bremsen einstellen, Kette wechseln oder Schläuche tauschen kann man mit etwas Übung selbst lernen.
Tipp: Fangt schon jetzt an, kleinere Reparaturen selbst durchzuführen. Legt euch ein Reparaturset, Ersatzschläuche, Flickzeug, Kettenöl, Bremszüge und passendes Werkzeug zu.
Nach sechs Monaten oder länger ist das Fahrrad vermutlich die beste Wahl für mittlere Strecken und kleinere Sammeltouren. Um Material zu schonen, sollte es vor allem dann eingesetzt werden, wenn ihr weiter weg müsst oder Ausrüstung transportieren wollt.
Kleine Fahrzeuge: Skateboards, Roller und Ähnliches
Skateboards, Tretroller oder ähnliche kleine Fortbewegungsmittel können nützlich sein, aber nur in bestimmten Situationen. Sie sind leicht, leise und oft angenehmer als dauerhaft zu laufen.
Für Menschen mit wenig Gepäck können sie eine schnelle Alternative sein. Wer jedoch Nahrung, Wasser, Werkzeuge oder andere Vorräte transportieren muss, stößt schnell an Grenzen. Nennenswerte Lasten lassen sich damit kaum bewegen.
Ihr größter Vorteil liegt deshalb in der Mobilität auf kurzen Strecken – etwa innerhalb einer Stadt oder eines sicheren Gebietes. Für längere Fluchtwege oder Versorgungstouren sind sie eher ungeeignet.
Zu Fuß – die zuverlässigste Möglichkeit
Irgendwann bleiben vielleicht nur noch eure eigenen Beine. Nach Monaten oder Jahren, wenn Autos stehen bleiben, Fahrräder kaputtgehen und Ersatzteile knapp werden, wird Laufen vermutlich zur wichtigsten Fortbewegungsart überhaupt.
Alles, was sich in der näheren Umgebung befindet, solltet ihr möglichst zu Fuß erledigen. So spart ihr Treibstoff, schont Fahrräder und reduziert den Verschleiß eurer Ausrüstung.
Doch auch zu Fuß braucht ihr Material – vor allem gute Schuhe. Barfuß zu laufen haben wir Menschen uns längst abgewöhnt. Zwar könnte man sich nach Jahren möglicherweise wieder daran gewöhnen, aber am Anfang sind stabile Schuhe unverzichtbar.
Lagert deshalb ein oder zwei Ersatzpaare ein. Besonders geeignet sind robuste Wander- oder Trekkingschuhe, die Halt geben und auch bei schlechtem Wetter funktionieren.
Tipp: Geht regelmäßig spazieren, erledigt kurze Wege zu Fuß und trainiert eure Ausdauer. Wer heute schon längere Strecken laufen kann, ist später klar im Vorteil.
Am Ende ist die beste Strategie nicht, sich auf nur ein Fahrzeug zu verlassen. Auto, Fahrrad und die eigenen Füße ergänzen sich. Wer für jede Situation eine Alternative hat, bleibt auch dann mobil, wenn die Welt um ihn herum längst stillsteht.
War dieser Guide hilfreich?
Wissen kann in der Apokalypse über Leben und Tod entscheiden.