We Bury the Dead
zombie

We Bury the Dead

FSK 16
5.6 IMDb 2026 95 min Zak Hilditch

Handlung & Details

We Bury the Dead

Vor der Küste Tasmaniens detoniert eine experimentelle Militärwaffe an Bord eines US-Kriegsschiffes. Der Unfall tötet innerhalb kürzester Zeit rund 500.000 Menschen – eine Katastrophe, die ganze Landstriche in Asche legt und eine Todeszone hinterlässt, in die kaum jemand freiwillig zurückkehrt. Kaum jemand.

Ava hat ihren Mann Mitch in der Katastrophe verloren. Sein Körper wurde nie gefunden, seine letzte bekannte Position liegt 200 Meilen tief im verseuchten Gebiet, in einer Brandzone, die für normale Bergungsarbeiten gesperrt ist. Trotzdem meldet sie sich als Freiwillige für den Einsatz – offiziell zur Leichenbergung, in Wahrheit auf einer persönlichen Mission. Gemeinsam mit ihrem Partner Clay und dem Soldaten Riley dringt sie in ein Gebiet vor, das eigentlich niemand mehr betreten sollte.

Was die drei dort antreffen, deckt sich nicht mit dem, was das Militär nach außen kommuniziert. Die Gerüchte, die seit dem Unfall kursieren, haben einen realen Hintergrund: Die Toten bleiben nicht tot. Was die experimentelle Waffe in den Menschen ausgelöst hat, lässt sich nicht einfach begraben. Die Leichen stehen wieder auf – langsam, desorientiert zunächst, aber mit zunehmender Aggression. Und Ava muss sich fragen, was das für Mitch bedeutet, den sie noch immer sucht.

„We Bury the Dead" nutzt das Zombie-Sujet als Rahmen für eine Geschichte über Trauer und die Unmöglichkeit, loszulassen. Regisseur Zak Hilditch – bekannt für den Netflix-Horrorfilm 1922 nach Stephen King – interessiert sich weniger für die Schockwerte des Genres als für die emotionale Logik dahinter: Was tut ein Mensch, wenn die Grenze zwischen Tod und Wiederkehr aufgehoben wird? Wie weit geht man für jemanden, den man geliebt hat?

Daisy Ridley trägt den Film mit einer zurückgehaltenen Intensität, die Ava glaubwürdig macht – nicht als Actionheldin, sondern als Frau, die in einer unmöglichen Situation nach etwas greift, das vielleicht gar nicht mehr da ist. Die australische Kulisse gibt dem Film eine verbrannte, trostlose Atmosphäre, die gut zum Thema passt.

Der Film ist kein reiner Horrorfilm – er arbeitet mit dem Genre, ohne sich vollständig darin aufzulösen. Wer knallharten Splatter erwartet, wird enttäuscht sein. Wer einen Endzeitfilm sucht, der auch emotional etwas riskiert, findet hier einen ungewöhnlichen Vertreter des Faches.

Trailer

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