Train to Busan
Der Fondsmanager Seok-woo hat kaum Zeit für seine Tochter Su-an. Zu ihrem Geburtstag möchte sie zu ihrer Mutter nach Busan fahren, weshalb beide am frühen Morgen den Schnellzug von Seoul nehmen. Kurz vor der Abfahrt gelangt unbemerkt eine verletzte Frau an Bord – und verwandelt sich wenig später in eine rasende Infizierte.
Die Seuche breitet sich innerhalb weniger Minuten durch die Waggons aus. Für die noch nicht infizierten Fahrgäste wird jeder Übergang zur tödlichen Engstelle. Gemeinsam mit dem kräftigen Sang-hwa, dessen schwangerer Frau Seong-kyeong und weiteren Passagieren versucht Seok-woo, sichere Abteile zu erreichen und einen Weg aus dem Zug zu finden.
Der begrenzte Schauplatz macht aus jeder Tür und jedem Tunnel ein taktisches Problem. Die Infizierten reagieren auf Geräusche und Sicht, sodass die Gruppe ihre Umgebung genau beobachten und unter hohem Zeitdruck handeln muss. Gleichzeitig zeigt sich, wie schnell Angst in Rücksichtslosigkeit umschlägt, wenn einzelne Fahrgäste ihre eigene Sicherheit über das Leben der anderen stellen.
„Train to Busan“ verbindet temporeichen Zombie-Horror mit einem emotionalen Familiendrama. Seok-woos Weg vom distanzierten Einzelgänger zum verantwortungsvollen Vater gibt der Flucht ihr menschliches Zentrum. Der Film bleibt auch zwischen den großen Angriffen angespannt und stellt Solidarität und Egoismus so direkt gegenüber, dass seine Wirkung weit über die spektakulären Zombiemassen hinausgeht.