The walking dead - Dead city
zombie

The walking dead - Dead city

FSK 16
7.5 IMDb 2023-2026
3 Staffeln

Handlung & Details

The Walking Dead: Daryl Dixon – Ein Amerikaner unter französischen Untoten

Daryl Dixon hat schon vieles überlebt: marodierende Banden, kannibalistische Gemeinden, größenwahnsinnige Anführer und mehr Beißer, als ein vernünftiger Mensch zählen möchte. Doch selbst für den schweigsamen Armbrustschützen ist die nächste Station seiner Reise ungewöhnlich.

Daryl erwacht an der Küste Frankreichs.

Wie er den Atlantik überquert hat, weiß er zunächst selbst nicht genau. Sein Motorrad ist verschwunden, seine Freunde sind Tausende Kilometer entfernt und die Einheimischen sprechen eine Sprache, bei der selbst bedrohliches Flüstern erstaunlich elegant klingt. Immerhin sind die Untoten international verständlich: Sie stöhnen, beißen und ignorieren weiterhin sämtliche Regeln des höflichen Zusammenlebens.

Daryl will nur eines: einen Weg zurück nach Hause finden. Doch wie so oft in seinem Leben gerät er an Menschen, die seine Hilfe benötigen. Und obwohl er gerne so tut, als wäre ihm alles gleichgültig, besitzt Daryl eine gefährliche Schwäche – ein Gewissen.

Staffel 1 – Gestrandet im Land der Toten

Nach seiner Ankunft in Frankreich schlägt sich Daryl durch eine verwüstete Landschaft, in der mittelalterliche Burgen, verlassene Dörfer und zerfallene Städte zu den letzten Zufluchtsorten der Überlebenden geworden sind. Frankreich sieht noch immer wunderschön aus – sofern man die Leichen, die ausgebrannten Fahrzeuge und die gelegentlichen Zombiehorden großzügig ausblendet.

Schon bald begegnet Daryl einer Gemeinschaft von Nonnen. Sie nehmen ihn in einem abgelegenen Kloster auf und bitten ihn um einen scheinbar einfachen Gefallen: Er soll den jungen Laurent sicher quer durch das Land bringen.

Der Junge gilt für einige Überlebende als Hoffnungsträger und möglicher Schlüssel für eine bessere Zukunft. Ob Laurent tatsächlich etwas Besonderes ist oder die Menschen einfach dringend jemanden brauchen, an den sie glauben können, bleibt zunächst offen.

Begleitet wird er von Isabelle, einer entschlossenen Nonne mit einer Vergangenheit, die deutlich weniger heilig ist, als ihre Kleidung vermuten lässt. Gemeinsam beginnen Daryl, Isabelle und Laurent eine gefährliche Reise durch Frankreich.

Ihr Weg führt sie durch zerstörte Dörfer, das verwandelte Paris und Gebiete, die von unterschiedlichen Gruppen kontrolliert werden. Einige wollen eine neue Gesellschaft aufbauen. Andere haben erkannt, dass sich mit Angst, Gewalt und ausreichend bewaffneten Männern wesentlich schneller Karriere machen lässt.

Zusätzlich trifft Daryl auf ungewöhnliche Varianten der Untoten. Manche dieser Beißer sind schneller, aggressiver oder auf eine besonders unangenehme Weise gefährlich. Der französische Weltuntergang bietet offenbar mehr Varianten als eine gut sortierte Käsetheke.

Während Daryl nach einer Möglichkeit sucht, nach Amerika zurückzukehren, wächst seine Bindung zu Laurent und Isabelle. Aus einem widerwilligen Auftrag wird eine persönliche Mission – und aus dem Fremden, der möglichst schnell verschwinden wollte, wird erneut jemand, auf den andere ihre Hoffnung setzen.

Staffel 2 – The Book of Carol

Während Daryl in Frankreich einen möglichen Weg nach Hause sucht, lässt Carol Peletier in Amerika nicht locker. Sie spürt, dass etwas nicht stimmt, und beginnt nach ihrem verschwundenen Freund zu suchen.

Carol wäre allerdings nicht Carol, wenn sie einfach am Hafen stehen und geduldig auf eine Postkarte warten würde. Sie folgt Daryls Spur und setzt dabei ihre bewährte Mischung aus Freundlichkeit, Täuschung und überraschend effektiver Gewalt ein.

Ihre Reise führt sie schließlich ebenfalls nach Frankreich. Dort hat sich die Lage weiter zugespitzt. Verschiedene Gruppen kämpfen um Laurent, um politischen Einfluss und um die Kontrolle über eine mögliche Zukunft des Landes.

Daryl steht zunehmend zwischen seinem Wunsch, nach Hause zurückzukehren, und seiner Verantwortung gegenüber den Menschen, die ihm in Frankreich wichtig geworden sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass Laurent nicht nur Hoffnung verkörpert. Für manche ist er ein religiöses Symbol, für andere ein Werkzeug – und für wieder andere ein Hindernis, das besser beseitigt werden sollte.

Die zweite Staffel rückt die tiefe Verbindung zwischen Daryl und Carol wieder stärker in den Mittelpunkt. Beide sind keine Menschen großer Gefühlsausbrüche. Ein kurzes Nicken, ein knapper Blick oder ein halb gemurmelter Satz muss genügen. In der alten Welt wäre diese Kommunikation vielleicht etwas unpraktisch gewesen. In der Apokalypse spart sie immerhin wertvolle Zeit.

Doch ihre Wiedervereinigung bedeutet nicht automatisch, dass alle Probleme gelöst sind. Daryl und Carol tragen ihre eigenen Verluste, Schuldgefühle und Ängste mit sich. Und Frankreich hält noch einige sehr unangenehme Überraschungen bereit.

Staffel 3 – Der lange Weg durch Europa

In der dritten Staffel setzen Daryl und Carol ihre Reise nach Hause fort. Der Weg über den Atlantik erweist sich jedoch erneut als schwieriger als erhofft. Statt Amerika kommen sie zunächst durch weitere Teile Europas und erreichen schließlich Spanien.

Dort entdecken sie neue Gemeinschaften, die ihre ganz eigenen Methoden entwickelt haben, um mit der Apokalypse zu leben. Manche versuchen, zwischen alten Traditionen und neuer Hoffnung etwas Dauerhaftes aufzubauen. Andere reagieren auf das Ende der Zivilisation auf die bewährte menschliche Weise: mit Machtkämpfen, Fanatismus und erstaunlich komplizierten Feindschaften.

Daryl und Carol geraten in einen Konflikt, der weit über ihre eigene Heimreise hinausgeht. Dabei müssen sie zeitweise getrennte Wege gehen und sich ihren persönlichen Dämonen stellen. Ihre Freundschaft bleibt der emotionale Kern der Geschichte, doch beide müssen herausfinden, wer sie geworden sind und wo sie eigentlich hingehören.

Die europäische Landschaft verleiht der Serie weiterhin eine besondere Atmosphäre. Alte Burgen, abgelegene Gemeinden und sonnenverbrannte Regionen werden zu Schauplätzen einer Welt, in der Jahrhunderte menschlicher Geschichte von einigen Jahren Zombie-Apokalypse überrollt wurden.

Ein anderer Blick auf die Welt von The Walking Dead

The Walking Dead: Daryl Dixon hebt sich durch seinen europäischen Schauplatz deutlich von der Mutterserie und den anderen Ablegern ab. Statt amerikanischer Kleinstädte, endloser Wälder und befestigter Vororte bestimmen Klöster, Burgruinen, alte Metropolen und ländliche Regionen das Bild.

Die Serie zeigt, dass der Untergang überall seine eigenen Spuren hinterlassen hat. Während die Untoten weitgehend dieselben schlechten Manieren besitzen, unterscheiden sich die Gemeinschaften, Religionen und Machtstrukturen deutlich von denen in Amerika.

Im Mittelpunkt steht jedoch weiterhin Daryl Dixon. Er ist älter geworden, aber nicht unbedingt gesprächiger. Noch immer versucht er, möglichst allein durchs Leben zu kommen, nur um regelmäßig eine Gruppe hilfsbedürftiger Menschen zu finden, für die er anschließend alles riskiert.

Daryl ist kein klassischer Held. Er hält keine großen Reden, trägt keine glänzende Rüstung und würde eine Krone vermutlich als ungeeigneten Motorradhelm betrachten. Doch wenn alles auseinanderbricht, ist er häufig derjenige, der bleibt.

Gemeinsam mit Carol führt ihn seine Reise durch ein zerstörtes Europa, in dem Schönheit und Grauen oft nur wenige Schritte voneinander entfernt liegen. Zwischen alten Kirchen, verlassenen Straßen und den Überresten vergangener Kulturen suchen beide nach einem Weg zurück nach Hause.

Ob sie dort jemals ankommen, ist eine andere Frage. Schließlich wäre eine unkomplizierte Heimreise für Daryl Dixon vermutlich unrealistischer als die Wiederauferstehung der Toten.

Das letzte Kapitel steht bevor

Die Serie wurde um eine vierte und zugleich letzte Staffel verlängert. Das aus acht Episoden bestehende Finale soll die europäische Reise von Daryl und Carol zum Abschluss bringen.

Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass beide endlich den richtigen Weg nach Hause finden. Und dass Daryl unterwegs vielleicht doch noch lernt, vor einer Atlantiküberquerung zumindest kurz auf eine Landkarte zu schauen.

Trailer

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