Greenland
Der Komet Clarke soll die Erde in sicherer Entfernung passieren und wird zunächst wie ein harmloses Himmelsspektakel verfolgt. Dann schlägt eines seiner Fragmente in Florida ein. Schnell wird klar, dass weitere, deutlich größere Bruchstücke folgen werden und ein Einschlag bevorsteht, der einen Großteil des Lebens auf der Erde auslöschen könnte.
Der Bauingenieur John Garrity erhält mit seiner Frau Allison und dem gemeinsamen Sohn Nathan einen Platz in einem geheimen Schutzbunker. Was wie die Rettung der Familie aussieht, zerbricht jedoch bereits am militärischen Sammelpunkt. Im Chaos der Evakuierung werden die drei getrennt und müssen sich durch ein Land bewegen, in dem Verkehr, Kommunikation und gesellschaftliche Ordnung zusammenbrechen.
Statt die Katastrophe nur aus der Distanz zu zeigen, bleibt der Film nah bei der Familie. Plünderungen, überfüllte Straßen und verzweifelte Menschen werden dabei zur ebenso großen Gefahr wie die glühenden Trümmer am Himmel. Besonders Nathans Diabetes macht jede Verzögerung bedrohlich, weil Medikamente und medizinische Hilfe kaum noch verfügbar sind.
„Greenland“ ist weniger ein Spektakel über zerstörte Wahrzeichen als ein angespannter Survival-Thriller. Die großen Bilder der nahenden Katastrophe bilden den Hintergrund für eine einfache, wirksame Frage: Schafft es eine auseinandergerissene Familie rechtzeitig an einen Ort, der den Einschlag überstehen kann? Gerade die Konzentration auf diese persönliche Perspektive verleiht dem Endzeitfilm seine Wucht.